Büffelhof Beuerbach

Kunst & Kultur am Büffelhof

Ein Hof wie unserer war noch nie nur ein Ort zum Arbeiten. Hier wurde schon immer gelebt, gegessen, geredet – und genau dort hatte auch die Kunst ihren Platz. Nicht abgehoben, sondern selbstverständlich. So, wie es eben gewachsen ist.

Daran halten wir fest.

Denn wenn man ehrlich ist: Kunst steckt in allem, was Menschen zusammenbringt. Auf dem Teller, im Glas, in der Art, wie ein Raum wirkt. Man kann sie sehen, man kann sie schmecken – und manchmal spürt man sie einfach, ohne viel Worte.

Am Büffelhof kommt genau das zusammen.

Steffen hat dem Hof seine Form gegeben – mit einem Gespür für Materialien, Proportionen und Atmosphäre. Darauf haben Künstler wie Wolfgang Flatz aufgebaut, mit Arbeiten wie dem Brunnen im Innenhof oder dem „Café Bad Connection“ am Parkplatz. Dinge, die nicht laut sein müssen, um Wirkung zu haben.

Über den Hof verteilt finden sich die Figuren von Walter Kopp. Mal stehen sie einfach da, mal entdeckt man sie erst auf den zweiten Blick. Genau so entsteht Spannung.

Seit Sommer 2025 geht das Ganze noch einen Schritt weiter: In unserer Oldtimerhalle zeigen wir wechselnde Ausstellungen regionaler Künstler. Aktuell sind dort drei Künstlerinnen aus dem Ammerseer Raum vertreten – ehrlich, nahbar und ohne Umwege.

Und weil Kultur mehr ist als das, was man sieht, gehören auch unsere Klassik-Abende dazu. Musik, Raum, Kulinarik – alles greift ineinander. Kein aufgesetztes Programm, sondern ein stimmiges Ganzes.

Kunst, Kultur und Kulinarik sind bei uns kein Konzept. Das ist das, was passiert, wenn vieles zusammenkommt – und seinen Platz bekommt.

Wolfgang Flatz

Manche Begegnungen passieren einmal – und dann passt es einfach.
So war es auch bei Steffen und Wolfgang Flatz. Kennengelernt haben sie sich während des Umbaus am Hof. Gleicher Blick auf die Dinge, gleiches Verständnis für Wirkung und Aussage. Da musste man nicht lange reden.

Aus dieser Zusammenarbeit ist unter anderem der Brunnen im Innenhof entstanden. Ein Büffel-Füllhorn. Entworfen von Wolfgang Flatz, gebaut von einem befreundeten Schlosser aus München.

Heute ist der Brunnen weit mehr als nur ein Objekt. Er ist ein fester Bestandteil des Hofes geworden. Im Sommer, wenn im Biergarten das Wasser leise plätschert, passiert genau das, was passieren soll: Man lehnt sich zurück, lässt den Alltag stehen und ist für einen Moment einfach raus.
Und genau dann bekommt auch das, was auf den Teller kommt, die Aufmerksamkeit, die es verdient.

Ein Stück weiter vorne am Parkplatz steht mit dem „Café Bad Connection“ ein zweites Werk, das man nicht übersehen kann – und auch nicht übersehen soll.

Ein Käfig. Platz für ca. 360 Menschen. Jeder an seinem Platz.
Ein unbequemes Bild. Und genau deshalb wichtig.

Das Objekt ist ein klares Statement zur Frage, wie wir mit Leben umgehen. Wir stehen am Büffelhof für nachhaltige Landwirtschaft und artgerechte Tierhaltung. Und genau das führt zwangsläufig zu der Frage: Wie würden wir selbst leben wollen?

Der Name „Bad Connection“ lässt dabei bewusst Raum für eigene Gedanken. Zwischen Mensch, Tier und System. Zwischen Nähe und Distanz. Zwischen richtig und bequem.

Die Arbeiten von Wolfgang Flatz gehören heute ganz selbstverständlich zum Büffelhof. Nicht als Dekoration – sondern als Haltung.

Walter Kopp

Manchmal braucht es jemanden von außen, der einem zeigt, was eigentlich schon längst da ist.
Bei uns war das Walter Kopp.

Mit seinen ersten Figuren kam nicht einfach nur Kunst auf den Hof – es kam ein neues Verständnis dafür, welchen Wert sie hier haben kann. Erst durch seine Leihgaben wurde uns als Familie klar, dass Kunst am Büffelhof mehr ist als ein schönes Detail. Sie gehört dazu.

Und genau so hat sich das Ganze entwickelt.

Heute stehen über 14 seiner Figuren verteilt auf dem Hof. Auf der Terrasse im Innenhof, im Restaurant, in der Ausstellung. Mal zentral, mal ganz still am Rand. Und genau darin liegt ihre Stärke.

Seine Arbeiten sind modern, aber nicht laut. Zeitlos, ohne sich in den Vordergrund zu drängen. Sie fügen sich ein, nehmen den Raum auf – und geben ihm gleichzeitig etwas zurück. Man entdeckt sie oft erst auf den zweiten Blick. Und bleibt dann stehen.

Walter Kopp war Kunstprofessor. Die Arbeit an seinen Figuren dagegen war nie Geschäft, sondern immer Leidenschaft. Vielleicht ist es genau das, was man spürt.

Bis heute können seine Werke erworben werden. Und auch hier zeigt sich die Haltung dahinter: Der Erlös fließt nicht in den eigenen Vorteil, sondern wird vollständig an soziale und bedürftige Projekte gespendet.

Wer sich dafür interessiert, darf sich gerne bei uns melden. Den Kontakt stellen wir her.

Denn gute Dinge soll man weitergeben.

Oldtimerhalle & Kunstausstellung

Wie so vieles bei uns hat auch die Ausstellung nicht mit einem großen Plan begonnen – sondern mit einem ersten Schritt.

Im Frühjahr 2025 kam über Walter Kopp der Impuls, sich dem Thema Kunst am Hof noch stärker zu öffnen. Und schnell war klar: Das bleibt kein einmaliges Thema.

Im Frühsommer 2025 folgte dann unsere erste eigene Ausstellung. Acrylmalereien von Monika Sinzinger. Ehrlich, ausdrucksstark und genau richtig für den Raum. Kein weißer Würfel, sondern ein Ort mit Geschichte.

Denn ursprünglich standen hier Oldtimer, alte Motoren, Motorräder und allerlei Antiquitäten. Dinge mit Charakter. Und genau das ist geblieben – nur ergänzt.

Heute trifft in der Halle vieles aufeinander: Malereien, Skulpturen von Walter Kopp, alte Maschinen, neue Perspektiven. Die Ausstellung lebt. Sie verändert sich. Und sie darf auch ruhig ein bisschen bunt sein.

Wir nutzen den Raum bewusst. Bei Veranstaltungen wird hier zum Beispiel der Aperitif ausgeschenkt. Gäste kommen an, gehen durch die Ausstellung, bleiben stehen, kommen ins Gespräch. Kunst passiert hier nicht im Stillen – sie ist Teil des Erlebnisses.

Und wer sich einfach in Ruhe umsehen möchte:
Jeden Sonntag ist die Ausstellung geöffnet. Ohne Eintritt, ohne Verpflichtung. Einfach reinkommen, anschauen und wirken lassen.