„Valentinaden“ mit Wilfried vom Ammersee

„Ich bin zwar kein direkter Rüpel, aber die Brennnessel unter den Liebesblumen.“

Besser kann man es nicht sagen.
Und wer diesen Satz versteht, weiß ziemlich genau, was ihn erwartet.

Am 15. Mai starten wir am Büffelhof mit einer neuen Reihe: Valentinaden mit Wilfried vom Ammersee:

„Karl Valentin und die Liebe“.

Ab 19 Uhr. Ticktes (ab 20€  bald online. Reservierung ist jetzt schon möglich)

Dabei geht es nicht um große Gesten oder geschniegelt inszeniertes Theater.
Sondern um das, was übrig bleibt, wenn man genauer hinschaut.

Karl Valentin war nie nur Komiker. Er war Beobachter. Einer, der mit Sprache nicht geglättet hat, sondern bewusst in die Lücke gegangen ist – dorthin, wo es unbequem wird. Genau dort entsteht sein Humor.

Und genau das bringt Wilfried auf die Bühne.

Ob „Buchbinder Wanninger“, „Die Orchesterprobe“ oder „Das Aquarium“ – seine Interpretation ist so nah am Original, dass man fast meint, Valentin selbst würde wieder auftreten.
Monologe, Dialoge, Couplets – alles greift ineinander und ergibt einen Abend, der gleichzeitig leicht und erstaunlich tief ist.

Es geht um Liebe.
Um Treue.
Und um die oft herrlich schrägen Missverständnisse dazwischen.

Wilfried ist dabei kein Nachahmer.
Er hat sich Valentins Werk über Jahre hinweg erarbeitet. Was als Leidenschaft begonnen hat, ist heute sein Beruf – und das merkt man. Da steht keiner auf der Bühne, der etwas vorspielt. Da steht einer, der das lebt.

Und genau deshalb funktioniert es.

Dieser Abend ist bewusst als Theater gedacht.
Ohne Ablenkung. Ohne nebenbei.
Man sitzt da, hört zu – und wird Teil davon.

Karl Valentin hat mit seiner Art Künstler von Bertolt Brecht bis Helge Schneider geprägt. Und wenn man ehrlich ist: Vieles davon trifft heute noch genauso ins Schwarze wie damals.

Mit den Valentinaden holen wir genau diese Form von Kultur zurück an den Hof.
Nicht laut. Nicht geschniegelt. Sondern so, wie sie gedacht war.

Ein Abend, der nachwirkt.
Und vielleicht ein bisschen mehr ist als nur Unterhaltung.